60 Jahre Dorfhelferinnen in Bonndorf

Vor nunmehr 60 Jahren wurde die Dorfhelferinnenstation Bonndorf gegründet. Als eine der ersten Gemeinden baute Bonndorf 1957 eine eigene Dorfhelferinnenstation auf. Damals bestand das Dorfhelferinnenwerk erst seit drei Jahren und befand sich sowohl hinsichtlich der Ausbildung als auch der Organisation noch in der Aufbauphase. „Es war in jener Zeit nicht selbstverständlich, dass junge Frauen eine Ausbildung absolvieren durften. Das Dorfhelferinnenwerk brachte auch eine breit gefächerte Allgemeinbildung in die Dörfer“, sagte Elisabeth Groß, Leiterin des Dorfhelferinnenwerks, den Festgästen.

 

Die Dorfhelferinnen Inge Preiser, Luzia Rendler, Silke Büchner, Erika Knödler und Monika Gänswein gewährten mit ihrer Einsatzleitung Gertrud Steßl im Festgottesdienst und in anschließenden Gesprächen einen Einblick in ihren Berufsalltag. Bürgermeister Michael Scharf würdigte, dass „die sympathischen Dorfhelferinnen mit viel Leid konfrontiert, aber dennoch optimistisch sind.“ Hervorgehoben wurden die persönlichen Stärken, sowie die hohe Belastbarkeit und Flexibilität der Frauen.

 

Diese Feier machte vor allem deutlich, welcher Wandel sich im Leben der Familien, aber auch im ländlichen Raum während der zurück liegenden sechs Jahrzehnte vollzogen hat. Während früher noch Kompetenzen in Land- und Hauswirtschaft an vorderster Stelle standen, sind die Dorfhelferinnen heute hauptsächlich bei der Organisation verlässlicher Familienstrukturen und in Erziehungsfragen gefordert.

60 Jahre Dorfhelferinnen: Rita Schüle, Silke Büchner, Monika Gänswein, Elisabeth Groß, Luzia Rendler, Ingeborg Preiser, Erika Knödler, Gertrud Steßl, Raphaela Gunkel und Rolf Steinegger (von links).

60 Jahre Dorfhelferinnenstation Steißlingen

Eine unserer ältesten Dorfhelferinnenstationen feierte im Juni dieses Jahres ihr Jubiläum: Seit 60 Jahren werden in Steißlingen Familien in Notsituationen durch drei eigene Dorfhelferinnen – und bei Bedarf durch weitere aus angrenzenden Gebieten – unterstützt. Gefeiert wurde zusammen mit der Organisierten Nachbarschaftshilfe des Ortes, die seit 30 Jahren besteht.

 

In verschiedenen Beiträgen würdigten die RednerInnen, allen voran Bürgermeister Artur Ostermaier und Pfarrer Siegfried Meier, die wertvolle soziale und alltagsstabilisierende Arbeit, die für Familien und für ältere Menschen in Steißlingen geleistet wird. Die Dorfhelferinnen und Nachbarschaftshelferinnen gaben gemeinsam mit ihren Einsatzleitungen einen lebendigen Einblick in deren Arbeitsalltag. Und bei einem köstlichen Büffet gab es eine gute Gelegenheit zum geselligen Austausch.

Elisabeth Groß (rechts), Leiterin des Dorfhelferinnenwerks Sölden, interviewt die Dorfhelferinnen der Station Steißlingen (v.l.) Petra Kersting, Regina Mentel und Andrea Schacher

 

Geselliger Austausch am Büfett: Einsatzleiterin Gisela Schärli (v. l.) und Dorfhelferin Petra Kersting.

ZEIT = WERT = KONTO: Das flexible Lebensarbeitszeitmodell im Dorfhelferinnenwerk Sölden e.V.

Seit Januar 2017 haben die Mitarbeiterinnen des DHW die Möglichkeit ein persönliches  Zeitwertkonto zu führen. Seither sparen etwa 120 Mitarbeiterinnen  Gehaltsbestandteile oder geleistete Arbeitszeit als Wertguthaben in einem Zeitwertkonto an. Damit  eröffnen sich für die Mitarbeiterinnen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für die eigene Lebensarbeitszeit – von der  bezahlten Elternzeit über die Auszeit bis zum fließenden Übergang in den Ruhestand oder Vorruhestand. Den Mitarbeiterinnen bietet sich damit die Möglichkeit für individuelle Lösungen, die zur jeweils eigenen Lebenssituation passen.

 

Beim Entwickeln des Modells für das Dorfhelferinnenwerk war es dem Dienstgeber und der Mitarbeitervertretung wichtig, den Mitarbeiterinnen den größt möglichen Spielraum zu lassen – sowohl in dem, was auf das Konto eingebracht werden kann, wie auch bezüglich dessen Nutzung. Ein Anliegen dabei ist es, der hohen Flexibilität, die das Arbeitsfeld der Familienpflege/Dorfhilfe mit sich bringt, ein attraktives und flexibles Lebensarbeitszeitmodell an die Seite zu stellen.

 

Unser Partner bei der Implementierung und rechtssicheren Führung der Zeitwertkonten ist die Deutsche Beratungsgesellschaft für Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle (DBZWK). Alle Mitarbeiterinnen haben jederzeit die Möglichkeit, sich durch die DBZWK individuell beraten zu lassen.

 

Präsentieren das ZWK-Konzept fürs DHW: Elisabeth Groß, Leiterin des DHW, Hermine Reith, MAV, Harald Röder, Deutsche Beratungsgesellschaft für Zeitwertkonten

Elisabeth Groß, Leiterin des DHW, Hermine Reith, MAV, Harald Röder, Deutsche Beratungsgesellschaft für Zeitwertkonten

30 Jahre Dorfhelferinnenstation Radolfzell

Dass in Radolfzell die Familienpflege durch Dorfhelferinnen gesichert ist, bezeichnet Sabine Wegmann, die Leiterin der Sozialstation Radolfzell-Höri und Einsatzleitung der Dorfhelferinnenstation, als „ganz hohes Gut“. Sie habe größten Respekt davor, was die Einsatzkräfte in den Familien leisten. Mit einer kleinen Feierstunde würdigten die Verantwortlichen der Sozialstation Radolfzell-Höri ihre 30-jährige Kooperation mit dem Dorfhelferinnenwerk Sölden e. V..

 

Bürgermeisterin Monika Laule würdigte seitens der Stadt den wertvollen Dienst für Familien. Helmut Villinger, Vorsitzender der Sozialstation, bedankte sich dafür, dass die Stadt die Arbeit auch finanziell mitträgt.

 

In den letzten Jahren haben jeweils ungefähr 25 Familien die Hilfe einer Dorfhelferin in Anspruch genommen. Damit Familien in Notsituationen schnell und wirksam Unterstützung erhalten, hat die Station mit Regina Niedballa eine eigene Dorfhelferin. Bei Engpässen greift Wegmann auf das große Netzwerk des Dorfhelferinnenwerks zurück. Stadtpfarrer Michael Hauser betonte, dass er immer wieder viel Positives über die Arbeit der Dorfhelferinnen höre und wünschte den Verantwortlichen weiterhin eine erfolgreiche Kooperation.

 

Feiern 30-jährige Kooperation: (v. l.) Pfarrer Michael Hauser, Bürgermeisterin Monika Laule, Helmut Villinger, Vorsitzender der Sozialstation Radolfzell-Höri, Dorfhelferin Regina Niedballa, Elisabeth Groß, Leiterin des Dorfhelferinnenwerks Sölden e. V., Sabine Wegmann, Leiterin der Sozialstation Radolfzell-Höri

Feiern 30-jährige Kooperation: (v. l.) Pfarrer Michael Hauser, Bürgermeisterin Monika Laule, Helmut Villinger, Vorsitzender der Sozialstation Radolfzell-Höri, Dorfhelferin Regina Niedballa, Elisabeth Groß, Leiterin des Dorfhelferinnenwerks Sölden e. V., Sabine Wegmann, Leiterin der Sozialstation Radolfzell-Höri

Wir gedenken der Gründerin des Dorfhelferinnenwerks: Elisabeth Schwander wäre heute 100 Jahre alt geworden

Vor genau 100 Jahren, am 25. April 1917, wurde Elisabeth Schwander in Säckingen geboren. Heute schmückt ein bunter Blumenstrauß ihr Bild im Eingangsbereich des Dorfhelferinnenwerks.

 

Elisabeth Schwander 1979

Elisabeth Schwander 1979

 

Die Gründerin des Dorfhelferinnenwerks war mit einem großem Pioniergeist und einer gewissen Hartnäckigkeit ausgestattet und konnte – getragen von einer tiefen Liebe zu den Menschen auf dem Land – im September 1954 mit dem Start des ersten Ausbildungskurses zur Dorfhelferin ihre Vision in die Tat umsetzen. In den folgenden Jahren hat sie das ehemalige Kloster in Sölden zur Heimat der Dorfhelferinnen gemacht und schon bald sorgte sie dafür, dass die „Dorfhelferinnenschule Sölden“ nicht  nur Ausbildungsstätte war,  sondern auch die Funktion des Anstellungsträgers für die Absolventinnen der Schule übernahm. Mit der Gründung der ersten Stationen legte sie vorausschauend  die heute noch gültigen Grundlagen für Struktur und Organisation des  Dorfhelferinnenwerks. Ihre unermüdliche Energie und ihre tatkräftige Nächstenliebe sind beispielhaft: „Ich habe einfach die Not gesehen und danach gehandelt.“

 

Nach einem überaus engagierten Berufsleben für die Arbeit der Dorfhelferinnen ging Elisabeth Schwander 1981 in den Ruhestand und blieb dem Dorfhelferinnenwerk bis zu ihrem Tod mit großem Interesse verbunden. Frau Schwander ist am 22. Mai 2001 verstorben und wurde auf dem Friedhof in Sölden beigesetzt.

Unsere Dorfhelferin im Einsatz – die Landesschau berichtet

Es brennt. Nicht wörtlich, aber im übertragenen Sinne. Wenn eine Risikoschwangerschaft besteht, ein Elternteil durch eine Krankheit in Beschlag genommen wird oder eine Kur die Abwesenheit fordert, befindet sich die Familie in einer Extremsituation und benötigt Unterstützung. Wenn eine unserer Dorfhelferinnen in eine Familie kommt, erledigt sie vielseitige Aufgaben. Nicht selten hält sie zudem sämtliche Fäden zusammen und wird zur „Seele“ der Familie.

 

Eine solche „Seele“ ist unsere Einsatzkraft Julia Hug. Ein Fernsehteam des SWR begleitete die sympatische Frau einen Tag lang in einer Familie. Ausgestrahlt wurde dieser Beitrag in der „Landesschau Baden-Württemberg“ am 8. Februar 2017, zu finden ab Minute 4.

40 Jahre Dorfhelferinnenstation Vogtsburg i.K.

Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Dorfhelferinnenstation Vogtsburg i.K. dankte Bürgermeister Benjamin Bohn den Mitarbeiterinnen, der jetzigen Einsatzleitung Marion Immele und der früheren Einsatzleitung Brigitte Grimm für ihr besonderes Engagement. 

 

Die Feier des Jubiläums zeigte auf herzliche und erfrischende Weise, dass die Arbeit der Dorfhelferinnen in Vogtsburg ein selbstverständlicher und allseits geachteter Dienst ist. Der feierliche Gottesdienst mit wunderbarem Chorgesang, der festliche Empfang mit anerkennenden Dankes- und Grußworten, das feine Mittagessen, die musikalische Umrahmung und nicht zuletzt die vielen Gäste ließen das Jubiläumsfest zu einer rundum gelungenen Sache werden.

Eintrag ins Goldene Buch: 40 Jahre Dorfhelferinnenstation Vogtsburg i. K.

Aktuelle Studie belegt Wirkung der Familienpflege: Familien werden entlastet und stabilisiert

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat eine Studie zur Familienpflege vorgelegt. Diese wurde durchgeführt im Auftrag der Caritas-Arbeitsgemeinschaft der Sozialstationen Rheinland-Pfalz und Saarland. Anlässe für Familienpflege sind vor allem gesundheitsbedingte Einschränkungen, Belastungs- und Überforderungszustände und Risikoschwangerschaften. Die Ergebnisse zeigen, dass solche Situationen mit Unterstützung der Familienpflege nachhaltig bewältigt werden können.

 

Werden Familien in Krisensituationen schnell und ganzheitlich entlastet, so sind sie in der Lage ihre Selbstheilungskräfte einzusetzen und Lösungsmöglichkeiten für schwierige Situationen zu finden. Im Fall von Erkrankungen verringern sich die Kosten der medizinischen Behandlung, da die Unterstützung zu einer Erholung der belasteten Person beiträgt. Und auch im Falle von Überforderungs- und psychischen Überlastungssituationen verringert sich die Gefahr von kindeswohlgefährdenden Situationen und damit einhergehenden möglichen Folgen einer Fremdunterbringung.

 

Was für alle, die mit der Familienpflege vertraut sind, wie eine Binsenweisheit klingt, muss gegenüber Kostenträgern immer wieder mühsam dargelegt werden (vgl. Deutscher Caritasverband, Infoservice des Referates Kinder, Jugend, Familie, Generationen vom 09. Februar 2016). Für solches Argumentieren und Darlegen der Notwendigkeit von Familienpflege ist die Studie eine äußerst hilfreiche Grundlage.

 

Die Studie zur Familienpflege kann unter www.dip.de heruntergeladen werden.

Benefizkonzert mit dem Per tutti Orchester

Der Malerbetrieb Klemens Karle aus Bollschweil feiert in diesem Jahr sein 30jähriges Betriebsjubiläum. Klemens Karle gestaltete dieses Jubiläum auf ganz besondere Weise.

Er organisierte mit dem Gewerbeverein Bollschweil und dem Per tutti Orchester ein Benefizkonzert. Denn Klemens Karle mischt nicht nicht nur Farbtöne, sondern bringt mit seinem Hobby, dem Musizieren mit der Tuba, auch gerne Klangfarben zu Gehör. So fand am 20. Februar in der voll besetzten Möhlinhalle in Bollschweil ein ganz außergewöhnliches Konzert statt. Der Erlös dieses Konzertes fließt drei sozialen Einrichtungen zu, nämlich dem Dorfhelferinnenwerk Sölden, der Nachbarschaftshilfe „Hilfe von Haus zu Haus Obere Möhlin“ und der Michaelschule in Freiburg.

Als Dorfhelferinnenwerk bedanken wir uns herzlich bei Klemens Karle und dem Per tutti Orchester. Wir haben großen Respekt vor diesem unentgeltlichen Engagement eines ganzen Sinfonieorchesters und freuen uns über die großzügige Spende!

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit in zwei weiteren Stationsgebieten

Seit 1. Januar 2016 gibt es Kooperationsverträge mit den jeweiligen Caritasverbänden für die Gebiete LÖRRACH-INZLINGEN und KINZIG-GUTACHTAL. Wir heißen die zu uns gekommenen Mitarbeiterinnen sehr herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit

 

Die Zusammenarbeit zwischen der Diakoniestation Schopfheim, der Kirchlichen Sozialstation Kandern und dem Dorfhelferinnenwerk Sölden wurde vertraglich vereinbart: Seit 01.01.2016 werden Familien im Gebiet der Sozialstation-Diakoniestation Schopfheim durch die Familienpflege der Kirchlichen Sozialstation Kandern und aus dem „fliegenden Einsatz“ des Dorfhelferinnenwerkes Sölden versorgt.

Innerhalb kurzer Zeit wurde mit dieser Kooperationsvereinbarung die Versorgung von Familien in Schopfheim und dem Mittleren und Kleinen Wiesental neu geregelt.  

 

 

Auf dem Foto: Margarete Bühler, Einsatzleiterin Sozialstation Kandern Franziska Hummel, Dorfhelferinnenwerk Sölden e.V. Beate Fuchs, Geschäftsführung Sozialstation Kandern Gerog Schenk, Geschäftsführung Diakoniestation Schopfheim